AKTUELLES:
16.12.2011Premiere: Themenpark “Power Electronics and Manufacturing for E-Mobility”
Der Hüthig Verlag in Heidelberg und die Mesago Messe Frankfurt in Stuttgart bieten auf den im Jahr 2012 zeitgleich vom 08.05.12 bis 10.05.12 in Nürnberg stattfindenden Messen PCIM und SMT Hybrid Packaging, ein Highlight, welches die Messethemen zielgerichtet ergänzt:
Erstmals wird mit dem Themenpark “Power Electronics and Manufacturing for E-Mobility” den potentiellen Ausstellern und Besuchern eine Präsentationsplattform angeboten, die den Fokus klar auf die neuen Technologien im Bereich E-Mobility richtet. Auf ca. 600 qm haben interessierte Unternehmen die Möglichkeit direkt im Eingangsbereich Mitte der Messe Nürnberg innovative Lösungen, unterschiedlichste Einsatzgebiete und Trends für dieses Branchensegment zu präsentieren: Angefangen bei der Fertigung von Akku und Leistungselektronik über deren Test, bis zu den fertigen Komponenten für Energiemanagement und elektrische Antriebstechnik.
Die fachliche Kompetenz des Themenparks bringt der Hüthig Verlag mit den Fachmagazinen productronic, AUTOMOBIL-ELEKTRONIK, elektronik industrie, elektronikJOURNAL, sowie dem 2012 neu erscheinenden Fachmagazin emobility tec, ein. Udo Weller, Prokurist von Mesago: „Das Thema Elektromobilität stellt die Unternehmen vor eine Vielzahl neuer technischer Herausforderungen. Neue Entwicklungen sind sowohl für den Bereich Leistungselektronik, Antriebstechnik und Energiemanagement, als auch für die Elektronikfertigung ein technologisch bedeutender Wachstumsmarkt. Klar, dass wir als Veranstalter der PCIM und SMT Hybrid Packaging das Segment besetzen und es auch zum Leitthema der diesjährigen Messe machen.” Hüthig Verlagsleiter Rainer Simon freut sich auf die Zusammenarbeit: “Mit dem Themenpark platzieren wir zusammen mit Mesago ein hoch attraktives Angebot für Aussteller und Besucher zu einem absoluten Trendthema.”
29.11.2011Hüthig spendet 15.000 EUR für Hungerhilfe Ostafrika
Hüthig-Verlagsleiter Rainer Simon: „Wenn man die schlimmen Bilder von leidenden Menschen in Ostafrika sieht, wird uns erst einmal klar, wie gut es uns geht. Und dass die Menschen auf diesem Kontinent dringend Hilfe brauchen.” Besonders betroffen sind arme Familien in Kenia, Somalia, Äthiopien und Dschibuti. Anja Breuer, Anzeigenleiterin bei der Hüthig GmbH ergänzt: „Wir erleben in diesem Erdteil die derzeit schwerste Nahrungsmittelkrise der Welt. Millionen Kinder sind mangelernährt, über 320.000 von ihnen lebensbedrohlich ausgezehrt.”
15.000 EUR spendet deshalb der Hüthig-Verlag an die Hungerhilfe Ostafrika der UNICEF. Die Organisation verwendet die Spenden, um Kinder mit Zusatznahrung, Trinkwasser und Medikamenten zu versorgen. UNICEF arbeitet bereits seit Jahren in allen betroffenen Ländern und kann selbst im Süden Somalias wirksam helfen.
16.11.2011Stabwechsel in der Chefredaktion von elektronik industrie und AUTOMOBIL-ELEKTRONIK
Ende Januar 2012 verabschiedet sich Siegfried Best, Chefredakteur der Fachzeitschriften elektronik industrie und AUTOMOBIL-ELEKTRONIK bei der Hüthig GmbH in Heidelberg, in den Ruhestand. Seine Nachfolge übernehmen Hans Jaschinski und Dr. Achim Leitner.
Siegfried Best, Jahrgang 1947, Dipl.-Ing. Nachrichtentechnik, begann seine journalistische Laufbahn nach acht Jahren Industrieerfahrung bei einem großen deutschen Konzern. Während dieser Industrietätigkeit publizierte er zwei Bücher zum Thema Kurzwellenfunk. 1980 dann erste Tätigkeit beim Hüthig-Verlag, zunächst als Redakteur der Zeitschrift elektronik industrie, danach Chefredakteur der Zeitschriften productronic und elektronik industrie. Weitere Stationen waren: Redaktionsdirektor beim Elsevier/Thomas-Fachverlag, Chefredakteur EPN. Im Oktober 2003 kehrte er als Chefredakteur der elektronik industrie zum Hüthig-Verlag zurück und leitete seit 2006 auch die AUTOMOBIL-ELEKTRONIK.
Hans Jaschinski (56) folgt Siegfried Best als Chefredakteur der Zeitschrift elektronik industrie am 1. Februar 2012. Seinen beruflichen Einstieg fand Jaschinski nach erfolgreichem Abschluss der beiden Dipl.-Ingenieur-Studiengänge Nachrichtentechnik und Wirtschaftsingenieurwesen in Berlin im Bereich Öffentliche Vermittlungssysteme der Siemens AG in München. Seit 1985 ist Hans Jaschinski durchgängig in der Redaktion der Fachzeitschrift elektronik industrie tätig, zwischen 2000 und 2003 auch als Chefredakteur der elektronik industrie sowie zeitweise auch für die Tochter-Zeitschriften auto & elektronik, Telecomm & Elektronik und Medizin & Elektronik. Von1997 bis 2009 fungierte er als Mitherausgeber von insgesamt 12 Buchbänden „VIP Virtuelle Instrumente in der Praxis”.
Dr. Achim Leitner übernimmt von Siegfried Best die Chefredaktion der Zeitschrift AUTOMOBIL-ELEKTRONIK. Dr. Leitner, Jahrgang 1971, studierte Elektrotechnik und Informationstechnik an der TU München. Die anschließende Promotion am Lehrstuhl für Datenverarbeitung drehte sich um Sicherheit in Mobile-Agenten-Systemen für das Netzmanagement. In der IT-Branche ging es weiter, als stellvertretender Chefredakteur Linux-Magazin, Leiter des Competence Center Network & Security und später auch Director Operations & Technology bei der herausgebenden Linux New Media AG. Seit Dezember 2009 führt Dr. Leitner das elektronikJOURNAL als Chefredakteur, hat zwei Jahre später zusätzlich die Chefredaktion des Online-Portals all-electronics.de übernommen und führt zudem als leitender Chefredakteur alle Elektronik-Zeitschriften der Hüthig GmbH.
Hüthig Verlagsleiter Rainer Simon dankt Siegfried Best für die ausgezeichnete Arbeit: „Siegfried Best gehört mit zu den führenden Fachjournalisten, die durch ihre Kompetenz und Marktnähe über Jahre als publizistische Leuchttürme im Segment der Elektronikfachzeitschriften wirkten.” Gleichzeitig freut sich Simon aber auch, mit Hans Jaschinski und Dr. Achim Leitner exzellente Nachfolger aus den eigenen Reihen gefunden zu haben.
11.11.2011IEE und MESSE NEWS auf der SPS/IPC/DRIVES 2011
Hier können Sie sich Ihr eigenes Exemplar der Messezeitung IEE MESSE NEWS abholen. Weiter haben Sie die Möglichkeit, auf unserem Online-Portal all-electronics Ihren persönlichen Newsletter zu bestellen und bei unserem Gewinnspiel mit etwas Geschick und Reaktionsvermögen einen hochwertigen Fußball zu gewinnen.
Besuchen Sie uns in Halle 9 Stand 140 - es lohnt sic h!
08.11.2011productronic, das Fachmagazin für Elektronikfertigung, freut sich auf Sie
Auf der productronica (15.-18.11.2011) in München sind Sie herzlich eingeladen, sich an unserem Messestand in Halle A3 Stand 380 über unsere Zeitschriften zu informieren, in unserem all-electronics Portal zu surfen und dabei gleich Ihren persönlichen Newsletter zu bestellen. Außerdem können Sie, mit etwas Hilfe von Glücksgöttin Fortuna bei unserem Gewinnspiel einen hochwertigen Fußball gewinnen.
Wir freuen uns auf Sie.
emobilty tec: neue Zeitschrift des Hüthig Verlages
Automobilhersteller und Zulieferer arbeiten intensiv an neuen Konzepten und Ideen zum Thema Elektromobilität. Knapper werdende Ölreserven, Umweltschutz und ein steigender Bedarf nach individueller Mobilität (2030: 4,5-mal so viele Kfz wie heute) rücken kleinere, leisere und vor allem emissionsfreie Elektrofahrzeuge ins Blickfeld von Wissenschaft, Industrie und Politik. Elektrische Mobilität fördert und fordert neue Konzepte an allen Komponenten eines Kfz und eröffnet daher eine neue Ära in Automobilbau und Konstruktion.
Diesen Rahmenbedingungen trägt der Hüthig Verlag in Heidelberg Rechnung und publiziert ab 2012 ein neues Medienangebot: emobility tec, das Magazin für Systeme, Komponenten und Technologien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Die neue Zeitschrift richtet sich an Unternehmensleitung, Forschung, Entwicklung und Konstruktion sowie den technischen Einkauf in der Automobilindustrie und bei den Automobilzulieferern. Zunächst erscheinen jährlich vier Ausgaben in einer Auflage von 15.000 Exemplaren.
Die Fachzeitschrift emobility tec profitiert von der Medien- und Vertriebskompetenz des Hüthig Verlages und der Verlagsgruppe Süddeutscher Verlag. Die renommierten Zeitschriften des Hüthig Verlages sorgen für den redaktionellen Qualitäts-Input und bilden somit den fachjournalistischen Kern für die Medienkooperation:
- AUTOMOBIL-ELEKTRONIK beleuchtet die elektronischen Aspekte der E-Mobilität
- PLASTVERARBEITER liefert Know-how im Bereich Kunststoffe im Automobil mit Schwerpunkt Leichtbau
- KI - Kälte- Luft- und Klimatechnik betrachtet das Thema von der Kühlungs- und Lüftungsseite
- IEE - Elektrische Automatisierung- und Antriebstechnik liefert Input für Elektromechanik und Antriebe
emobility tec erreicht die Fachleute in der Branche! Hierfür bürgt der umfassende Bestand an personalisierten Adressen der Fachverlage Hüthig und verlag moderne industrie. Beide Verlage sind Tochterunternehmen des Süddeutschen Verlages. Die redaktionelle Leitung übernimmt Dr. Achim Leitner, Chefredakteur des Competence Centers all-electronics, den Anzeigenbereich verantwortet Frank Henning, Anzeigenleiter der Hüthig-Elektronik-Zeitschriften.
Weitere Informationen
12.10.2011Hüthig aktiv auf der FAKUMA 2011
Nutzen Sie das einmalige Angebot dort und lesen Sie PLASTVERARBEITER 6 Monate gratis, bestellen Sie Ihren persönlichen Newsletter direkt auf dem Messestand in unserem PLASTVERARBEITER-Portal und gewinnen Sie – mit etwas Glück beim Dreh an unserem Glücksrad - einen hochwertigen Fußball. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Übrigens: Eine Premiere können Sie im Foyer West, Stand 010 (FW 010) erleben. Der PLASTVERARBEITER veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Fakuma auf über 700 m² zum ersten Mal den Themenpark Kunstoffe in der Medizintechnik. 22 Aussteller zeigen in dieser Sonderschau Ihre aktuellen Produkte. Vorbeischauen lohnt sich.
19.09.2011photovoltaic production startet Web-Portal
Das Team des im Hüthig Verlag publizierten Fachmagazins photovoltaic production hat ein neues Fachportal gestartet. Unter www.photovoltaic-production.com berichtet die Redaktion über neue Technologien und Lösungen zur Verbesserung der Wertschöpfungskette in der Photovoltaik-Produktion. Sowohl die englischsprachige Zeitschrift als auch das englischsprachige Web-Angebot richten sich an Investitionsentscheider in den Branchen Chemie (Photovoltaik-Grundstoffe) sowie Verarbeitung (Wafer-, Solarzellen- und Modulproduktion). „photovoltaic production ist auf Grund der klaren Fokussierung auf die Wertschöpfungskette sowie der internationalen Ausrichtung gut in dieser aufstrebenden Branche positioniert. Mit dem neuen Online-Angebot sind unsere Inhalte nun rund um die Uhr auf der ganzen Welt erreichbar“, erklärt Armin Scheuermann, Chefredakteur von photovoltaic production.
Zum Themenspektrum von photovoltaic production gehören Marktinformationen, Materialien, Prozess- und Betriebstechnik sowie die Automatisierung der Produktionslinien genauso wie der Ausblick auf aktuelle Forschungsvorhaben. Obwohl die Photovoltaik-Branche derzeit auf Grund von Überkapazitäten, politischen Entscheidungen hinsichtlich Einspeisevergütung sowie dem verschärften Wettbewerb durch chinesische Anbieter unter Druck ist, wird Sonnenenergie mittel- bis langfristig deutlich wachsen. So geht beispielsweise der „Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen“ (WBGU) davon aus, dass der Anteil an Solarenergie im Energiemix bis im Jahr 2050 viermal so hoch wie der von Kohle und doppelt so hoch wie der Anteil der Windenergie sein wird.
15.07.2011Engineering Summit: Aufbruchsstimmung im deutschen Anlagenbau
Der deutsche Anlagenbau ist im Um- und Aufbruch: In großer Offenheit diskutierten 230 ranghohe Vertreter des deutschen Anlagenbaus am 5. und 6. Juli auf dem 1. Engineering Summit in München die derzeitigen Herausforderungen im internationalen Wettbewerb sowie Lösungsansätze, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
“Die DNA des deutschen Anlagenbaus heißt: Wir bauen Qualität”, stellte Dr. Rainer Hauenschild, CEO der Siemens-Sparte Energy Solutions gleich zu Beginn der Veranstaltung in seinem Keynote-Vortrag klar und entwarf die Vision „local5″ als Weg zu andauerndem Erfolg im Anlagenbaugeschäft - ein Maßnahmenpaket bestehend aus lokalem Management, lokalen Verantwortlichkeiten, Produktmanagement, F&E, Beschaffung und Fertigung. Lothar Jungemann, Mitglied der Geschäftsleitung bei Uhde, berichtete über die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit koreanischen Engineeringunternehmen sowie die daraus gelernten Lektionen und unterstrich die Bedeutung der Technologieführerschaft. Hans Joachim Gastel, Head of Global Procurement, Linde AG, Geschäftsbereich Engineering, vertiefte den Aspekt der lokalen Beschaffung sowie die dazu notwendige und bei Linde inzwischen implementierte internationale Organisationsstruktur. Dass sich durch moderne Ansätze und „Value Engineering” bis zu 50 % der Kosten im Anlagenbau einsparen lassen, verdeutlichte Thorsten Helmich, Maexpartners, am Beispiel solarthermischer Kraftwerke.
Auch die Bedeutung der Montagekompetenz wurde in Vorträgen und Diskussionen deutlich herausgestellt. Doch: „Wo bleibt der Quantensprung, mit dem die deutschen Anlagenbauer ihre Spitzenposition festigen können”, lautete eine Frage aus dem Publikum. Peter Gress, Senior Vice President Engineering, BASF SE, gab in seiner Keynote „Erwartungen der Betreiber
an den Anlagenbau” Impulse für eine neue Betrachtungsweise im Anlagenbau: „Wertbasiertes Engineering zielt darauf, die Lebenszykluskosten einer Anlage zu minimieren”, verdeutlichte Gress und bot den Anlagenbauern die Hand zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit.
Im Vortrag „Erfolgreiche Internationalisierung - Zentrale Steuerung vs. regionale Autonomie” verdeutlichte Rüdiger Zerbe, Mitglied des Vorstandes der SMS Siemag AG, wie der Aufbau von Engineering in lokalen Märkten zu Kompetenz- und Aufgabenerweiterungen im Stammhaus in Deutschland führen kann.
Das 1. Engineering Summit wurde gemeinschaftlich von der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau und dem Süddeutschen Verlag - vertreten durch das Fachmagazin CHEMIE TECHNIK ausgerichtet. Aufgrund des Erfolgs und des hohen Teilnehmerinteresses steht der Termin für das 2. Engineering Summit bereits fest: 20.-21. November in Mannheim.
Nähere Informationen unter www.engineering-summit.de

230 Teilnehmer fanden zur Premiere des Engineering Summit beim Süddeutschen Verlag in München ein.
Kontakt:
Armin Scheuermann
Chefredakteur CHEMIE-TECHNIK
Hüthig GmbH
Im Weiher 10
D-69121 Heidelberg
Tel. +49(0)6221/489-388
Armin.Scheuermann@huethig.de
Deutsche Autohersteller setzen mit „Ludwigsburger Erklärung“ Standards
Die Leiter der Elektronik-Abteilungen bei den fünf großen deutschen Automobilherstellern verkündeten letzte Woche auf dem 15. Fachkongress „Fortschritte in der Automobilelektronik“ in Ludwigsburg, dass sie drei neue Standards setzen und etablieren wollen: So erhalten zukünftige Autos ein zusätzliches 48-V-Bordnetz. Außerdem soll ein selektiver Teilnetzbetrieb der Steuergeräte möglich werden, und auch beim Ladestecker für Elektrofahrzeuge erzielten sie eine Einigung.
Über viele Jahre hinweg entwickelten die Automobilhersteller immer ihre eigenen Lösungen, und weil jeder OEM seine eigenen Schwerpunkte setzt, kamen stets individualisierte Lösungen, aber keine echten Standards dabei heraus. Das hat sich grundlegend geändert, denn die OEMs haben erkannt, dass eine Standardisierung in Punkten, die nicht wettbewerbsdifferenzierend sind, für alle Beteiligten im internationalen Umfeld nur Vorteile bringt. Aus diesem Grund einigten sich die E/E-Leiter jetzt auf dem 15. Fachkongress „Fortschritte in der Automobilelektronik“ am 7. und 8. Juni in Ludwigsburg darauf, drei wesentliche Aspekte in die Praxis umzusetzen. Der Fachkongress ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Fachzeitschrift „AUTOMOBIL-ELEKTRONIK“ aus dem Hüthig-Verlag in Heidelberg und Süddeutscher Verlag Veranstaltungen in München.

Die Elektronik-Chefs der deutschen Automobilhersteller kündigten auf dem „15. Fachkongress Fortschritte in der Automobilelektronik“ in Ludwigsburg mehrere wesentliche Standardisierungen im Elektronik-Bereich an: (v. l. n. r.) Volker Wilhelmi (Daimler), Uwe Michael (Porsche), Dr. Volkmar Tanneberger (Volkswagen), Elmar Frickenstein (BMW), Ricky Hudi (Audi) und Dr. Burkhard Milke (Opel/GM).
Foto: Sabine Hofmann
Das zweite Bordnetz kommt: 48 V
Die erste Erklärung gab Volker Wilhelmi (Daimler, als Vertretung von Daimlers E/E-Leiter Stephan Wolfsried) stellvertretend für die OEMs Audi, BMW, Daimler, Porsche und Volkswagen ab: „In zunehmendem Maße kommen im Fahrzeug Hochstrom-Verbraucher zum Einsatz, und es wird in technischer und in wirtschaftlicher Hinsicht immer schwieriger, diese Funktionen und derartige Aggregate auf der 12-Volt-Seite zu betreiben sowie die Funktionalitäten sicherzustellen.“
Foto: E/E-Leiter der deutschen Automobilhersteller
Aus diesem Grund haben sich die E/E-Leiter (Leiter der Abteilung Elektrik/Elektronik) der deutschen OEMs zusammengesetzt und überlegt, wie sich dieses Aufgabenstellung wirtschaftlicher darstellen lässt. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass zukünftige Fahrzeuge ein zweites Bordnetz als Erweiterung des etablierten 12-V-Bordnetzes erhalten werden. „Unsere Experten haben sich auf eine Spannungslage geeinigt – und das sind 48 V“, betont Wilhelmi. „Damit haben wir die Möglichkeit, Hochstromverbraucher besser, kostengünstiger und leichter in die Fahrzeuge hineinzubringen. Wir haben uns auch alle dazu verpflichtet, dass wir diese Aufgabenstellung jetzt kurz- und mittelfristig angehen. Wir werden für unsere jetzt laufenden Baureihen, die wir aktuell in der Entwicklung haben, untersuchen, welches Potenzial darin steckt, um dieses dann umzusetzen.”
Foto: E/E-Leiter der deutschen Automobilhersteller
Die Gründe für die Einführung des 48-V-Bordnetzes zusätzlich zum 12-V-Bordnetz sind einleuchtend: So soll es durch eine leistungsfähigere Rekuperation die CO2-Emissionen senken, aber auch die Klimatisierung und die Heizleistung optimieren. Mit der höheren Spannung von 48 V ergeben sich auch geringere Massen und kleinere Bauraum-Anforderungen bei leistungsstarken Aktuatoren. Die OEMs betonen einstimmig, dass sie intensiv an der Standardisierung und Serienentwicklung arbeiten und fordern alle Steuergeräte- und Halbleiterhersteller auf, sich aktiv an der Serienentwicklung zu beteiligen und diese konstruktiv zu unterstützen.
Teilnetzbetrieb bei Steuergeräten: CAN Partial Network
Für diese Erklärung kam zusätzlich zu den zuvor erwähnten OEM-Vertretern auch Opels E/E-Leiter Dr. Burkhard Milke auf die Bühne. Stellvertretend für die sechs Automobilhersteller erläuterte Ricky Hudi, E/E-Leiter von Audi: „Es ist schließlich nicht immer notwendig, alle Steuergeräte und Systeme im Fahrzeug gleichzeitig in Betrieb haben zu müssen.“ Vielmehr gehe es darum, auch auf diesem Gebiet Energie zu sparen: „Abschätzungen ergeben, dass wir so etwa bis zu 10 Ampere einsparen können – und das entspricht ungefähr 2,6 g CO2 beziehungsweise 0,11 l Verbrauchsersparnis.“
Dabei lobte Hudi die Kooperation der E/E-Leiter: „Wir sind hier sehr schnell gemeinsam vorangegangen und haben gemeinsam spezifiziert, wie das entsprechende Bus-Interface dafür aussehen muss“. Die entsprechende Standardisierung in internationalen Gremien sei bereits im Gange. Hudi betonte, dass alle beteiligten OEMs planen, kurz- bis mittelfristig den Teilnetzbetrieb am CAN-Bus unter dem Stichwort „CAN Partial Network“ in Abhängigkeit der individuellen Fahrzeug-Roadmaps in Serie einzuführen. Außerdem gelte es, erhöhte Lebensdaueranforderungen für Steuergeräte zu vermeiden und die Betriebsstrategie beim Laden von Elektrofahrzeugen (EVs) und Plug-In-Hybriden (PHEVs) durch intelligente Weckkonzepte zu optimieren.
„Aus diesem Grund richten wir den Appell an die Community, an die Halbleiterhersteller, an die entsprechenden Engineering-Partner und Zulieferer, sich hier aktiv mit einzubringen, um diese zukünftigen Architektur-Erweiterungen schnell und zügig umzusetzen.”
Ladeschnittstelle für Elektroautos
Volkswagens E/E-Leiter Dr. Volkmar Tanneberger erklärte zunächst, dass die aktuelle Situation beim Thema Ladeschnittstelle “eigentlich ein Desaster” ist. Stellvertretend für die sechs OEMs auf der Bühne berichtete Dr. Tanneberger über die Standardisierungen der OEMs im Bereich der Ladeschnittstelle. „Ehe das Zeitalter der Elektromobilität begonnen hat, haben wir überall unterschiedliche Pflänzchen wachsen sehen. Deshalb haben wir, die wir hier auf der Bühne stehen, uns frühzeitig zusammengetan und haben versucht, einen weltweiten Standard zu kreieren.“
Für das AC-Laden haben die OEMs bei der IEC bereits einen Standard eingereicht: „Das ist der so genannte Typ-1, der aus Japan kommt und auch in den USA für das einphasige AC-Laden zum Einsatz kommt“, führte Dr. Tanneberger weiter aus. „Hinzu kommt der Typ-2, der einmal ganz früher als so genannter Mennekes-Stecker seinen Weg gefunden hat, aber mittlerweile geöffnet ist für alle Hersteller. Dieser Typ-2-Stecker ist für das dreiphasige Laden in Europa standardisiert. Im letzten Jahr hat es weit reichende Diskussionen gegeben, wie wir zum Thema DC-Laden den ganzen Standard erweitern können. Das Ergebnis ist der Combo-Standard, der zu den Standards 1 und 2 rückwärtskompatibel ist und sie jeweils um ein DC-Gesicht ergänzt, das kompatibel an diese Stecker integriert wird.“
Dr. Tanneberger ergänzt: „Das Thema Kommunikation ist dabei ein ganz wichtiges Thema. Dazu sind wir gestern hier in Ludwigsburg in der Mittagspause des Kongresses zusammen gesessen. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir für das DC-Laden eine Powerline-Kommunikation einsetzen werden, und – was ganz wichtig ist – wir haben das erste Quartal 2013 für die Einführung dieses Combo-Standards geplant, um darauf die ersten Fahrzeugprojekte auszurollen.“
Von hoher Bedeutung für die OEMs ist die Tatsache, „dass wir uns auf ein maximales Package-Maß geeinigt haben, denn wir wollen Rückwirkungen auf unsere Karosseriebauten verhindern“. Schließlich erzeugt jede Änderung an der Karosserie hohe Kosten, obwohl hier kein zusätzlicher Kundennutzen entsteht.
Ludwigsburger Appell
Dr. Tanneberger wendet sich schließlich den Automobilherstellern weltweit zu: „Der Appell geht heute von Ludwigsburg hinaus in die ganze Welt, denn wir haben noch keine Einigung mit China erzielt. China hat eine frühere Version dieses Standards ausgekoppelt, die aber nicht 100% kompatibel ist zu dem Standard, den wir heute hier vorstellen. Wir appellieren daher ganz, ganz dringend an China, sich an den Standardisierungsgesprächen zu beteiligen.“ Auch mit Japan gebe es entsprechende Gespräche.
Opels E/E-Leiter Dr. Burkhard Milke ergänzte: „Opel und General Motors stehen sowohl hinter der Standardisierung des Teilnetzbetriebs als auch hinter der Standardisierung des Ladesteckers. Typ 1 und Typ 2 ergänzen sich wunderbar; das unterstützen wir.” Laut Dr. Milke befürwortet noch ein weiterer amerikanischer OEM diese beiden Standards: „Normalerweise wäre Hr. Kellerwessel (der E/E-Leiter von Ford) mit hier auf die Bühne gekommen, wenn er heute noch anwesend wäre. Somit läuft auch die Abstimmung mit Ford. Ford ist genau einer dieser OEMs in den USA, mit denen wir uns in tiefere Gespräche begeben haben.“
Nachdem der Applaus der 450 Kongressteilnehmer abgeebbt war, griff Moderator Dr. Peter Thoma den Geist dieses besonderen Kongresses in seiner ganz persönlichen Art mit einem Kommentar auf: „Ich finde es großartig, dass Sie hier derartige Standards etablieren. Ich hoffe, es gibt jetzt jedes Jahr hier in Ludwigsburg mindestens drei Aussagen in Richtung der Gemeinsamkeiten.“
Kontakt:
Siegfried Best
Chefredakteur AUTOMOBIL-ELEKTRONIK
Hüthig GmbH
Im Weiher 10
D-69121 Heidelberg
Tel. +49(0)6221/489-240
Siegfried.best@huethig.de





